Ob bestimmte Verhaltensmuster bei Erwachsenen auf ADHS zurückzuführen sind, ist nicht immer einfach festzustellen. Als Beratungsstelle möchten wir Ihnen eine erste Orientierung sowie Informationen geben. Vielleicht finden Sie sich in den Erfahrungsberichten von adhs20+ Mitgliedern wieder. Oder Sie erkennen in den Fachartikeln persönliche Eigenheiten. Weiterführende Informationen finden Sie auch in unseren Literaturtipps sowie in den häufig gestellten Fragen. Wir beraten Sie aber auch gerne in einem persönlichen Gespräch.
Emotionen bei AD(H)S sind nicht fehlerhaft, sie sind das Sprungbrett der persönlichen Verwirklichung, des Energieflusses und der positiven Selbstwahrnehmung! ADHS wird meistens nur als das was die Abkürzung erklärt verstanden, nämlich als die Schwierigkeit, die Aufmerksamkeit und die potentielle Hyperaktivität zu steuern. Vielmehr geht es jedoch um den Umgang mit Stress, Organisation, Impulsivität, Temperament und Stimmungslabilität. Diese Felder sind öfters eine Quelle für einen Leidensdruck, der im Rahmen der Neurodiversität in einer linearen Welt kaum verstanden und nun als fehlerhaft wahrgenommen wird und dementsprechend korrigiert werden muss.
Neben diesen Symptomen, im Sinne einer ADHS als Geburtsgebrechen, kann sich eine neuronale Traumastruktur bereits in der Kindheit bilden, die zu Vermeidung, Hyperkompensation oder Aufgeben führen kann, dies in verschiedenen Lebensbereichen wie Beruf, Beziehungen und Gesundheit.
Es ist jedoch möglich, Emotionen in einen funktionierenden Kanal zu integrieren, damit Betroffene sich nicht ausgeliefert fühlen.
Ein multimodaler Ansatz besteht aus: Coaching (u.a. Wahrnehmungsschulung, kognitive Umstrukturierung von negativen Gedanken und Emotionen, Umgang mit negativen Schemata die sich in der Kindheit und Jugend aufgebaut haben), Medikation (Korrektur des Stoffwechsels) und psychosozialen Interventionen (Arbeit mit dem System der wichtigen Bezugspersonen).
Ein traumatherapeutischer Ansatz ist ebenfalls möglich im Sinne einer Freisetzung von falsch gespeicherten negativen Erlebnissen. Es handelt sich um eine Umwandlung der negativen Kognitionen (z.B. ich bin nichts wert, ich bin alleine) und Emotionen (Schuld, Scham).
Die Tagung gibt einen Input im Sinne einer fachlichen Diskussion und eines interaktiven Austausches von Erfahrungen.
Angesprochen sind:
Menschen mit oder ohne ADHS und Fachpersonen
Kosten:
Fr. 160.– für Mitglieder
Fr. 200.– für Nichtmitglieder
inkl. Informationsunterlagen und Pausenverpflegung
Anmeldung und weitere Informationen per E-Mail: info@adhs20plus.ch
Anmeldeschluss: 16. April 2026, Platzzahl ist beschränkt!
Detaillierte Informationen hier zum Downloaden: Flyer
In unserer Gruppe sprechen wir über ADHS-spezifische Herausforderungen und Stärken. Nach einem fachlichen Input zu einem ausgewählten Thema tauschen wir Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsam konstruktive Strategien sowie praktische Werkzeuge, die das Leben mit ADHS erleichtern.
Willkommen sind betroffene Erwachsene mit oder ohne Diagnose. Die Abende sind unabhängig, du kannst jederzeit einsteigen und die Daten freiwählen.
Themen
Umgang mit Reizüberflutung, Gedankenkarussell, Hyperfokus, Struktur und Ordnung, Zeitmanagement, RSD, Abgrenzung, Maskieren, Ernährung, Stärken von ADHS, Beziehungen, Prokrastination, ADHS am Arbeitsplatz, Selbstsabotage, Stressbewältigung und laufend weitere auf Wunsch der Teilnehmenden
Gruppenleitung
Markus Hämmerli, Projektteam adhs20+, ADHS-Coach, Cert. Integral Coach
Susanne Huber, Systemische Beraterin IKH, Kinesiologisches Coaching
Datum und Zeit
Donnerstag 23.04.2026
Zeit: 19.00 – 21.00 Uhr
Ort: Müllerstraße 64, 8004 Zürich
Kosten
CHF 35.- für Mitglieder von adhs20+
CHF 40.- für Nichtmitglieder von adsh20+
Jetzt adhs20+-Mitglied werden
Download Flyer: ADHS-Erfahrungsaustausch
Anmeldung
Per E-Mail an: contact@mindcompass.ch
Bernard Asleyr