"Geordnetes Beziehungschaos" Nähe-Distanz-Regulierung und emotionales Coping innerhalb der Partnerschaft bei ADHS

Winterthur
25.8.18 9:30 Uhr

Nähe-Distanz-Regulierung und emotionales Coping innerhalb der
Partnerschaft bei ADHS.
Referent: Dr. phil. Francois Gremaud

Menschen mit ADHS zeigen nebst den bekannten Symptomen von Aufmerksamkeits-
Schwierigkeiten und teilweise motorischer Unruhe auch grosse Kreativität, spontanes Handeln
und einfühlsame Kommunikation.

Diese Präsenz kann zu Beginn einer Beziehung den Partner besonders interessant, charmant und attraktiv machen –
weg aus dem normalen Beziehungsalltag!
Endlich jemand, der spannend, facettenreich und unkonventionell ist.

Mit dem beruflichen und privaten Alltag treten jedoch öfters Schwierigkeiten in den Vordergrund.
Es können dysfunktionale, emotionale Schemata hervorgehen, die sich in der Kindheit und Jugend
von AHDS-Betroffenen aufgebaut haben.

Die wiederkehrenden Grundüberzeugungen wie: „Ich habe immer alles falsch gemacht, ich enttäusche alle,
ich bereue viele Sachen, ich brauche viel mehr Zuwendung“…, stellen eine Belastung für viele Beziehungen dar.

Die dialektische-behaviorale Therapie arbeitet mit dem Begriff der „radikalen Akzeptanz“, nämlich, dass ADHS verschiedene,
meist biologische, Ursachen hat, welche nicht einfach zu bewältigen sind.
Mit diesem Fokus können viele positive Wege aufgebaut werden.

In diesem Ansatz integriert sind Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie,
aus der dialektisch-behavioralen Therapie und aus der Schematherapie.

Die Tagung gibt ein Input über den Aufbau einer komple- mentären und konstruktiven Beziehungsgestaltung
(Liebesbeziehung, aber auch Freundschaften).

Die Teilnehmenden lernen anhand konkreter Beispiele die Herausforderungen alltäglicher Situationen
zu bewältigen und mit einer anderen Kommunikationsweise Nähe/Distanz so zu wahren,
dass es gegenseitig bereichernd wirkt und dank einer soliden Basis das Vertrauen zur Offenheit
gewährleistet ist.

Voranmeldung bis 20.8.2018: info@adhs20plus.ch (Platzzahl beschränkt)

Anhang:

Detailinformationen hier zum Download

«ADHS fordert heraus» - Bildungstag für das erzieherische Umfeld (Lehrpersonen/Eltern von Kindern mit ADHS)

Winterthur, ZAG (Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen des Kantons Zürich)
3.11.18 10:00 Uhr

Früher wurde das AD(H)S von vielen Fachleuten gar nicht anerkannt. Heute ist es in aller Munde. Viele Eltern möchten wissen, ob ihr Kind eines hat und auch viele Erwachsene wollen abklären lassen, ob sie davon betroffen sind.

Doch eine Abklärung bringt uns noch nicht weiter. Es ist der passende Umgang mit diesen speziellen Kindern, den wir erlernen müssen.
Dieser ist ausschlaggebend, ob sich bei diesem Persönlichkeitstyp eine sekundäre Störung entwickelt – was bei 80 Prozent der Fall ist,
oder ob daraus interessante, kreative, durchsetzungsfähige Unternehmer, Künstler oder auch Wissenschaftler hervorgehen.

Da die heutigen Kinder sehr viel Zeit in Tagesstätten, Kindergärten und natürlich Schulen verbringen, ist es von enormer Wichtigkeit
und grosser gesundheitspolitischer Bedeutung, dass diese professionellen Erzieher lernen, mit diesen speziellen Kindern möglichst geschickt umzugehen.

Leider ist dies zum heutigen Zeitpunkt noch längst nicht der Fall. Aus diesem Grunde bieten wir eine Weiterbildung für das erzieherische Umfeld an,
um gewisse „do’s and dont’s“ zu vermitteln. Vielleicht gelingt es uns dadurch, einige dieser 80% psychisch beeinträchtigten Menschen auf einen erfreulicheren,
gesünderen Weg zu bringen. Denn AD(H)S ist keine Krankheitsdiagnose, es ist eine Persönlichkeitvariante die grössere Anforderungen an die Erzieher stellt,
denn Medikamente alleine lösen die damit verbundenen Herausforderungen nicht.

Anmeldung/Informationen: info@adhs20plus.ch
Kosten: Fr. 160.-- Mitglieder / Fr. 200.-- Nichtmitglieder

Anhang:

Flyer hier zum Download!