ADHS und der Drang nach Grenzüberschreitungen

Zürich - Zentrum Karl der Grosse
29.8.19 19:30 Uhr

Menschen mit ADHS verfügen bekanntlicherweise über eine starke Impulsivität, die ihnen emotionale Kraft verleiht.
Gleichzeitig sind sie oft neugierig, suchen nach Abwechslung, neuen Impulsen von aussen, emotionalen „Kicks“, das sogenannte „sensation seaking“
ist ein typisches Verhalten von ihnen. All diese Eigenschaften können in unserer hochregulierten und strukturierten Gesellschaft nicht selten zu
grenzüberschreitendem Verhalten führen. Als Reaktion darauf kommt es in ihrem Umfeld dann zu den entsprechenden korrektiven Massnahmen.
Der sozialisierende Erfolg davon ist meist nicht sehr überzeugend, im Gegenteil, es erfolgt in der Regel eine Eskalationsspirale ohne Ende.
Was wäre ein erfolgreicher Umgang mit diesen Eigenschaften, sodass das grenzüberschreitende Verhalten als Ressource genutzt werden kann?

Das Leben mit ADHS gleicht oftmals einer Gratwanderung, mit vielen
Zitterpartien verbunden. Ein Betroffener erzählt über ein nicht lineares Leben …!

Anhang:

Flyer zum Download hier!

Stammtisch-Treffen für AD(H)S Betroffene

Laufenburg - Praxis am Laufenplatz
30.8.19 20:00 Uhr

An folgenden Daten finden in der Praxis am Laufenplatz
Stammtisch-Treffen statt für Menschen mit AD(H)S zum gemeinsamen Austausch:
Freitag, 30.8., 27.9., 25.10., 29.11., 27.12.2019
Zeit: 20.00 - 22.00 Uhr
Ort: Praxis am Laufenplatz, Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg
Nähere Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Kornelia Juen, KompetenzTrainer ADHS, Ausbildnerin eidg. FA
Tel. 078 874 14 18 oder per Mail an: praxis@laufenplatz.ch

Gruppe für AD(H)S-Betroffene und Bezugspersonen wie Eltern, Partner, Lehrer, Lehrmeister, Vorgesetzte, ect. - Leitung Dr. med. Ursula Davatz, Vizepräsidentin adhs20+

Baden - Praxisgemeinschaft Ganglion, Mäderstrasse 13
5.9.19 17:30 Uhr

Menschen mit AD(H)S sind ganz spezielle Persönlichkeitstypen mit bestimmten Eigenschaften, die
es für die Betroffenen selbst, wie auch für das soziale Umfeld, manchmal etwas schwierig macht in
den zwischenmenschlichen Beziehungen.
In dieser Gruppe werden Problemlösungsstrategien in Konflikten zusammen mit der Fachperson
erarbeitet ohne dabei die Persönlichkeit der Betroffenen oder das Umfeld zur Anpassung zwingen zu
müssen, über Unterdrückung der eigenen Emotionen.

Die Treffen finden jeweils am Donnerstag, 17.30-19.00 Uhr statt

Daten: 27.6.19, 05.9.19, 10.10.19, 14.11.19, 12.12.19

Ein Anmeldung ist nicht notwendig und die Treffen können frei auch nur punktuell besucht werden.

Anhang:

Flyer mit weiteren Angaben hier zum Download

«Kreativer Umgang mit meinem ADHS – Verhaltensstrategien, um Blockaden zu überwinden»

Winterthur, ZAG (Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen Kanton Zürich)
7.9.19 10:00 Uhr

«Kreativer Umgang mit meinem ADHS – Verhaltensstrategien, um Blockaden zu überwinden»
Einfluss von kurzfristigen und langfristigen Verstärkern (Belohnungen) für einen zweckvolleren Umgang mit der ADHS-Symptomatik.

Wegen ihren Konzentrationsstörungen, ihrer Impulsivität, Stressintoleranz, Stimmungsschwankung, Hyperaktivität und Desorganisation zeigen Menschen mit ADHS oft Schwierigkeiten in ihrem Alltag. Im sozialen und vor allem im beruflichen Alltag müssen wir funktionieren – unabhängig von unserem Befindlichkeits-Rhythmus. Das bedeutet einen Belohnungs- resp. Verstärkungs- aufschub: Grundbedürfnisse (physiologisch wie Müdigkeit oder Hunger, oder psychologische wie Ruhe oder Spass) können erst später gestillt werden.
Dies ist vor allem von ADHS-Betroffenen sehr schwierig auszuhalten. Viele berichten von Blockaden, namentlich zu Beginn einer Pflichtaktivität, die nicht unmittelbar Anerkennung findet.
Die oben genannten Symptome gelten als diagnostische Kriterien des ADHS. Doch im Gegenteil zu anderen Störungen, wie z.B. depressive Verstimmungen, sind sie nicht immer sichtbar und können sogar für eine bestimmte Zeit „verschwinden“. Warum? Diese Schwankungen sind bei ADHS Personen stark von der inneren Verfassung abhängig.

Es gibt jedoch therapeutische Ansätze, problematische Alltagssituationen zu erkennen und sie positiv zu beeinflussen. Die Tagung vermittelt Ideen, wie diese ADHS bedingten Blockaden zweckmässiger angegangen werden können. Beispiele aus dem Alltag werden analysiert, im Hinblick auf eine Verhaltensänderung diskutiert und neue Bewältigungsformen interaktiv eingeübt. Es werden Techniken der Verhaltenstherapie und der kognitiven Therapie sowie auch Elemente aus der Schematherapie vor- gestellt und angewendet, die sich zur Verhaltensanalyse und zur praktischen Anwendung im Alltag eignen.

Dozent: Dr. phil. Francois Gremaud Psychotherapie und Neuropsychologie
Datum: 7. September 2019 Zeit: 10.00 – 16.30 Uhr Ort: ZAG Winterthur
Voranmeldung: info@adhs20plus.ch bis 5.9.19

Anhang:

Flyer hier zum Download!

adhsHYPERFOCUS!! Inputreferat und moderierter Dialog mit Betroffenen

Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich
4.11.19 19:30 Uhr

Ein Hyperfokus besteht dann, wenn Denken, Fühlen und Handeln in Übereinstimmung sind.
Das Hyperfokussieren ist eine besondere Art der Konzentration und eine Gabe für Neuentdeckungen und intuitive Einfälle.

Der Negativ-Hyperfokus birgt aber auch Gefahren von hinunterziehenden Gedankenspiralen, wo
jeder Zwiespalt, jedes Gefühl von Ambivalenz und jeder Zweifel Signale mit tief sitzenden existenziellen Ängsten auszulösen vermag.
Der negative Hyperfokus führt auch zum Perfektionieren. Wenn etwas nicht haargenau stimmt, wird das zu einem so grossen Problem,
dass der negative Hyperfokus den ADHSler lahmlegt. Das ist zumal irrational, was Betroffenen auch bewusst ist, doch der Ausstieg aus diesem
Sog der Mangel-/Defizitorientierung extrem schwierig. Er ist während des negativen Hyperfokus nicht mehr in der Lage im Grossen und Ganzen
zu denken, sondern sieht schwarz.

Es braucht Ermutigung, neue Perspektiven, Umlenkung der Energie. Menschen mit ADHS verfügen grundsätzlich über dieses innere Feuer, diese
Begeisterungsfähigkeit, die Freude, diesen Wille zur Improvisation und lassen sich mit ressourcenorientierten Sichtweisen wieder entfachen.

Mit dem Verständnis der inneren und äusseren Mechanismen, dieser Wechselwirkungen, kann das Leben mit ADHS etwas leichter werden.

Flyer zum Download folgt demnächst

Anhang:

Flyer zum Download

ADHS eine interessante Herausforderung - Bildungstag für das erzieherische Umfeld

Winterthur - ZAG Zentrum für Ausbildung im Gesundheitsesen des Kantons Zürich
30.11.19 10:00 Uhr

Früher wurde das AD(H)S von vielen Fachleuten gar nicht anerkannt. Heute ist es in aller
Munde. Viele Eltern möchten wissen, ob ihr Kind eines hat und auch viele Erwachsene
wollen abklären lassen, ob sie davon betroffen sind.
Doch eine Abklärung bringt uns noch nicht weiter. Es ist der passende Umgang mit diesen
speziellen Kindern, den wir erlernen müssen. Dieser ist ausschlaggebend, ob sich bei
diesem Persönlichkeitstyp eine sekundäre Störung entwickelt – was bei 80 Prozent der
Fall ist, oder ob daraus interessante, kreative, durchsetzungsfähige Unternehmer, Künstler
oder auch Wissenschaftler hervorgehen.
Da die heutigen Kinder sehr viel Zeit in Tagesstätten, Kindergärten und natürlich
Schulen verbringen, ist es von enormer Wichtigkeit und grosser gesundheitspolitischer
Bedeutung, dass diese professionellen Erzieher lernen, mit diesen speziellen Kindern
möglichst geschickt umzugehen. Leider ist dies zum heutigen Zeitpunkt noch längst
nicht der Fall. Aus diesem Grunde bieten wir eine Weiterbildung für das erzieherische
Umfeld an, um gewisse „do’s and dont’s“ zu vermitteln. Vielleicht gelingt es uns dadurch,
einige dieser 80% psychisch beeinträchtigten Menschen auf einen erfreulicheren, gesünderen Weg zu bringen.
Denn AD(H)S ist keine Krankheitsdiagnose, es ist eine Persönlichkeitvariante die grössere Anforderungen
an die Erzieher stellt, denn Medikamente alleine lösen die damit verbundenen Herausforderungen nicht.


Dr. med. Ursula Davatz, Vizepräsidentin adhs 20+
Psychiaterin und Familientherapeutin

Anmeldung an: info@adhs20plus.ch

Anhang:

Flyer zum Download hier!